Flüchtige Bürger

Lydia Daher

Es war im Herz einer ruhigen Provinzstadt
die Adern mit gestrecktem Blut dort
ab und zu ein paar Lichter um mich zu verirren
ab und zu ein paar Gesichter um mich zu verwirren

Und das alles kam mir viel zu bekannt vor
da stellte ich mir die Stadt aus Sand vor
und ich ließ mich treiben in den Menschenherden
kann mit Anschluss nicht mehr gerechnet werden

Flüchtige Bürger in statischen Städten
Wir können uns nicht helfen wir können uns nur retten

Flüchtige Bürger in statischen Städten
Wir können uns nicht helfen wir können uns nur retten

Und es kommt die Nacht wo alles zu Ende geht
Und es kommt der Tag wo wieder alles beginnt
Wenn über irgendeinem Hügel die Sonne aufgeht
und einer draufsteht und dir winkt
Alleine bist du wachsam wie ein Tier
ich bin hier ich bin hier ich bin hier
Zwischen Angst vor zu wenig und Angst vor zuviel
ich kenne zwar die Regeln, aber nicht das Spiel

Flüchtige Bürger in statischen Städten
wir können uns nicht helfen, wir können uns nur retten

Flüchtige Bürger in statischen Städten
wir können uns nicht helfen, wir können uns nur retten

Flüchtige Bürger in statischen Städten
wir können uns nicht helfen, wir können uns nur retten

öffnen wir den Mund und schlucken den Nachtwind
Wir sind auf dem Weg weil wir nicht am Start sind

Die Augen der Abend die Lichter die Schlieren
Gib mir einen Grund mich nicht zu verlieren

Die Augen der Abend die Lichter die Schlieren
Gib mir einen Grund mich nicht zu verlieren

Die Augen der Abend die Lichter die Schlieren
Gib mir einen Grund mich nicht zu verlieren

Flüchtige Bürger in statischen Städten
Wir können uns nicht helfen wir können uns nur retten

Flüchtige Bürger in statischen Städten
Wir können uns nicht helfen wir können uns nur retten

Flüchtige Bürger in statischen Städten
Wir können uns nicht helfen wir können uns nur retten