Die Physiker Seite 66

NEWTON
Ich verehre Sie unermeßlich. Es würde mir leid tun, energisch vorgehen zu müssen.
MÖBIUS
Sie haben den Auftrag, mich zu entführen?
NEWTON
Falls sich der Verdacht unseres Geheimdienstes bestätigt.
MÖBIUS
Der wäre?
NEWTON
Er hält Sie zufällig für1 den genialsten Physiker der Gegenwart.
MÖBIUS
Ich bin ein schwer nervenkranker Mensch, Kilton, nichts weiter.
NEWTON
Unser Geheimdienst ist darüber anderer Ansicht.
MÖBIUS
Und was glauben Sie von mir?
NEWTON
Ich halte Sie schlicht für2 den größten Physiker aller Zeiten.
MÖBIUS
Und wie kam Ihr Geheimdienst auf meine Spur?
NEWTON
Durch mich. Ich las zufällig Ihre Dissertation über die Grundlagen einer neuen Physik. Zuerst hielt ich die Abhandlung für eine Spielerei. Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen.3 Ich hatte es mit dem genialsten Dokument der neueren Physik zu tun. Ich begann über den Verfasser nachzuforschen und kam nicht weiter. Darauf informierte ich den Geheimdienst und der kam dann weiter.
EINSTEIN
Sie waren nicht der einzige Leser der Dissertation, Kilton.
Er ist unbemerkt mit seiner Geige unter dem Arm und mit seinem Geigenbogen aus Zimmer Nummer 2 erschienen.
EINSTEIN
Ich bin nämlich auch nicht verrückt. Darf ich mich vorstellen? Ich bin ebenfalls Physiker. Mitglied eines Geheimdienstes. Aber eines ziemlich anderen. Mein Name ist Joseph Eisler.


1Er ... zufällig für: They happen to think that you are [RETURN TO TEXT]
2Ich ... schlicht für: I merely consider you [RETURN TO TEXT]
3Dann ... Augen: Then suddenly it dawned on me [RETURN TO TEXT]


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